Wiedersehen mit Jan Dismas Zelenka


„Unkonventionell, individuell, innovativ, eigenwillig – oder einfach gesagt: unverwechselbar – das sind nur einige der Attribute, mit denen man das kompositorische Schaffen des in Böhmen geborenen und an der sächsischen Hofkapelle in Dresden wirkenden Kontrabassisten Jan Dismas Zelenka beschreiben kann. Trotz dieser Einzigartigkeit blieben diesem musikalischen Genie Zeit seines Lebens höhere Ehren verwehrt. Der bescheidene Höhepunkt seiner Karriere war die Ernennung zum „Kirchen-Compositeur“ zu Dresden im Jahr 1735.

Unter dem Werktitel Missae ultimae fasste Zelenka am Ende seines Lebens eine Gruppe von sechs Messen zusammen, von denen er nur drei vervollständigen konnte. Die Missa omnium sanctorum (ZWV 21) ist die letzte aus dieser Schaffensphase und gleichzeitig Zelenkas letzte Vertonung des Messordinariums. Alle kompositorischen Merkmale, die seine Eigenwilligkeit und Einzigartigkeit ausmachen, hat Zelenka in dieser Messe vereint: Dramatische Chorfugen, prächtige konzertante Chöre mit einem ebenbürtigen teils dominanten Orchesterpart, verspielte Soloarien und ausladende Orchesterzwischenspiele – alles verpackt in einzigartiger Rhythmik und Harmonik. Dieses Werk ist ein würdiges Vermächtnis einer im besten Sinne unkonventionellen Komponistenpersönlichkeit.

Freitag, 24. Mai 2019, 20.00 Uhr, Pfarrkirche Zams
Samstag, 25. Mai 2019, 20.00 Uhr, Pfarrkirche Zell/Ziller
Sonntag, 26. Mai 2019, 20.00 Uhr, Marienkirche Wattens

Ausführende:
CHOROPAX Kammerchor Wattens
Marini Consort Innsbruck (Konzertmeisterin: Ulli Engel)

Maria Erlacher, Sporan
Markus Forster, Altus
Wilfried Rogl, Tenor
Jakob Peböck, Bass

Leitung: Ewald Brandstätter